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Arbeit eines Versicherungsmaklers

Ein Kunde kommt ins Büro und verlangt von mir, ihm eine Versicherung  mit der 
HÖCHSTmöglichen Provision zu meinen Gunsten zu vermitteln, aber NUR von EINER 
Versicherungsgesellschaft, die auch wirklich WENIG bis NICHTS  leistet.

Als gewissenhafter Versicherungsmakler nehme ich die Bedürfnisse meiner Kunden sehr ernst

und gehe mit ihm daher noch zusätzlich einen speziellen Anforderungskatalog durch, ob er nicht evtl etwas für ihn Relevantes vergessen haben könnte.

Und siehe da – während der Beratung fällt dem Kunden auf, dass er zu den beiden vorgenannten Wünschen noch einen ganz wichtigen übersehen hat und bedankt sich daraufhin herzlich bei mir.

Ohne meine ausführliche Bedarfsanalyse hätte er tatsächlich ganz vergessen, dass sein absolutes KO-Kriterium für den richtigen Vertrag wäre, dass die Versicherungsgesellschaft ihre Vertreter auch regelmäßig auf Lustreisen schickt.

 

Mit diesen Vorgaben (HÖCHSTmögliche Provision, KEINE Leistung und REGELmäßige Lustreisen) mache ich mich auf die Suche nach dem passenden Vertrag bei der richtigen Gesellschaft.

Alle Vorgaben zu erfüllen wird schwierig, merke ich bald.

  • Die eine Versicherung leistet zu viel,
  • die andere hat mickrige Provisionen
  • und die meisten gestehen zwar, ihren Aussendienst ab und an in den Puff zu schicken,

aber mal ist eine Regelmäßigkeit nicht gegeben und mal sind die Vorstände für eine Unterschrift nicht nüchtern zu bekommen.

Kurz bevor ich aufgebe, gibt mir ein geschätzter Kollege DEN Geheimtipp schlechthin! Ich setze mich mit der Gesellschaft in Verbindung und bekomme in Rekordzeit alle notwendigen Unterlagen & Bestätigungen.

Freudig strahlend erscheint der Kunde bei mir im Büro und unterschreibt den Antrag, nachdem er aufmerksam alle von mir vorgelegten Unterlagen studiert hat. Im Anschluss ruft er voll motiviert alle seine Freunde und Kollegen an, um ihnen von meiner tollen Leistung zu berichten

Wie funktioniert eigentlich eine ‎Versicherungsausschreibung?

 

 

Nach dem satirischen Beitrag schlägt nun der todernste Versicherungserklärer zu, denn viele Menschen haben leider keine Ahnung, wie ein ‪Versicherungsmakler‬ arbeitet und wie sie von seiner Arbeit profitieren können. Heute behandle ich deshalb das Herzstück meiner Arbeit: Die Versicherungsausschreibung.

1. Bei jedem Kunden erfolgt beim Erstgespräch die ‪‎Bedarfsanalyse‬. Bedarf kann zB eine ‪Berufsunfähigkeitsversicherung‬ oder eine ‪‎Betriebshaftpflicht‬ oder eine ‪Sachversicherung‬ sein – das ist im Grunde ganz egal, denn die Vorgehensweise ist immer die selbe.

2. Während der Bedarfsanalyse findet man relativ schnell eine oder mehrere ‪Voraussetzungen‬, die für einen Abschluss erfüllt sein müssen. Das wären zB

  • günstigerer Preis als bei der aktuellen Absicherung mit gleichem Schutz
  • höherer Schutz als bei der aktuellen Absicherung bei gleichem Preis
  • Annahme ohne Ausschluss (-> zB wichtig bei bestehenden Vorerkrankungen & Beantragung einer Berufsunfähigkeis- oder Krankenversicherung)
  • Einschluß einer bestimmten Klausel (-> wichtig bei besonderen Risiken in Sach, Haftpflicht, etc)
  • etc…

Oft gibt es pro Kunde gleich mehrere Voraussetzungen, die eine Versicherung im Optimalfall erfüllen sollte.

3. Nach der Bedarfsanalyse und Bestimmung der Voraussetzungen legt der Versicherungsmakler entweder zusammen mit dem Kunden oder aufgrund seiner Erfahrungen auch alleine die ‪‎Anforderungen‬ an die jeweiligen Versicherungsgesellschaften fest. Das wären zB

  • bestimmte Absicherungshöhe
  • bestimmte Leistungen
  • bestimmter Service
  • etc…

4. Diese Anforderungen schickt der Versicherungsmakler nun an alle in Frage kommenden Versicherer ‪(= ‎Ausschreibung‬). Dies können abhängig von den Anforderungen (und Voraussetzungen, die der Versicherungsmakler vorerst allerdings für sich behält) zwischen 3 und 70 Gesellschaften werden.

5.1 Nach der Ausschreibung trudeln nach und nach die Antworten der Versicherer ein. Dabei sind folgende Antworten üblich

  • ich zeichne das Risiko nicht (Kandidat ist ausgeschieden)
  • ich zeichne das Risiko, allerdings ohne Anforderung X (Kandidat ist in Runde #2)
  • ich zeichne das Risiko, allerdings mit Erschwernis wie zB höherer Selbstbehalt oder Zuschlag auf die Prämie (Kandidat ist in Runde #3)
  • ich zeichne das Risiko grundsätzlich schon, brauchen allerdings weitere Informationen für Angebotsabgabe (Kandidat ist in Runde #2)
  • ich zeichne das Risiko zum Preis Y (Kandidat ist in Runde #3)
  • ich zeichne das Risiko nicht, aber bieten alternative Absicherung zum Preis Z (Kandidat ist in Runde #4)
  • keine Antwort (Kandidat ist nach 2 Wochen ausgeschieden)

Je nach Risiko bzw Anforderungen können bereits in Runde #1 bis zu 75% der Versicherer ausscheiden

5.2 Die Kandidaten, die es in Runde #2 geschafft haben, erhalten nun weitere Informationen oder die Möglichkeit, ihre Einstellung zu den Anforderungen zu überdenken sowie evtl zu erfüllen. Wer dann ein passendes Angebot abgibt, kommt in Runde #3.

5.3 In Runde #3 sind nun die Kandidaten, die alle Anforderungen grundsätzlich erfüllt haben. Damit sind die Angebote zum ersten Mal wirklich vergleichbar, denn davor hatte man nur unvergleichbare Äpfel, Birnen und Bananen. Hier kommen nun die Voraussetzungen des Kunden zum Tragen. Hier ist auch Zeitpunkt der ‪‎Nachverhandlung‬ gekommen.

Der Versicherungsmakler teilt ausgewählten Versicherern mit, welche Voraussetzungen sie erfüllen müssen, um das Geschäft zu erhalten. Oft ist es ein bestimmter Preis oder eine bestimmte Klausel (zB goldene Regel in der Sachversicherung oder Tätigkeitsschäden bis zur Versicherungssumme in der Haftpflicht), die die Versicherer erfüllen müssen. Meistens gibt es auch Versicherer, die neben den Anforderungen auch die Voraussetzungen auf Anhieb erfüllen. Hier verhandelt der Versicherungsmakler dann in der Regel nur den Preis.

5.4 In Runde #4 versammelt sich nun die Crème de la Crème der abgegebenen Angebote sowie wenige ausgewählte Alternative. Erfahrungsgemäß sind es nur rund 10% der ausgeschriebenen Gesellschaften – der Rest ist unterwegs ausgeschieden. Diese Tarife analysiert der Versicherungsmakler für den Kunden im Detail und bietet ihm eine Übersicht mit allen relevanten Leistungen inkl. Anforderungen, Voraussetzungen und weiteren weniger relevanten Kriterien. Ein guter Versicherungsmakler wird dem Kunden ungeachtet vom Preis IMMER das umfassendste Angebot empfehlen. Daneben sind Alternativen aus Runde #1 aufgelistet, die häufig günstiger sind und den gewünschten Schutz erweitern oder nur teilweise abbilden. Ein Beispiel dafür sind ‪‎Funktionsversicherungen‬, die zunehmend eine Alternative & Ergänzung zu Berufsunfähigkeitversicherungen darstellen.

5.5 Der Kunde wählt aus den Kandidaten in Runde #4 den gewünschten Schutz aus und schließt diesen ab. Der Versicherungsmakler erhält dafür Courtage oder das vorher vereinbarte Entgelt.

Es ist empfehlenswert, alle 2-4 Jahre eine neue Bedarfsanalyse & Ausschreibung in Auftrag zu geben. Nur so kann man sicherstellen, dass der Versicherungsschutz optimal passt.

Ich hoffe, dass Euch diese Erklärung gefallen hat und Ihr jetzt wisst, welchen MEHRwert

man von einem Versicherungsmakler hat!

Beste grüße aus Grevenbroich

Harald Lutz Porz

 

 

 

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Webseite: https://www.gutversichert-porz-grevenbroich.de/

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Gemeinsame Registerstelle nach § 11 a Abs. 1 GewO:

Vermittlerregisternummer Versicherungsvermittlung: D-Q4L9-HFTV4-27

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) e.V.
Breite Straße 29
10178 Berlin
Telefon: 0180 600 58 50
(Festnetzpreis 0,20 Euro/Anruf; Mobilfunkpreise maximal 0,60 Euro/Anruf)
www.vermittlerregister.info

Zuständige Registrierungsbehörde:

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Musterstraße 1
80000 Ort

Telefon: XYZ
Telefax: XYZ
E-Mail: XYZ
Webseite: XYZ

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Der Versicherungsvermittler hält keine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung von mehr als 10 % der Stimmrechte oder des Kapitals an einem Versicherungsunternehmen.

Ein Versicherungsunternehmen hält keine mittelbare oder unmittelbare Beteiligung von mehr als 10 % der Stimmrechte oder des Kapitals am Versicherungsvermittler.

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Postfach 08 06 32
10006 Berlin

Tel.: 0800 3696000 (kostenfrei aus deutschen Telefonnetzen)
Fax: 0800 3699000 (kostenfrei aus deutschen Telefonnetzen)
Internet: www.versicherungsombudsmann.de

Ombudsmann für die Private Kranken- und Pflegeversicherung
Postfach 06 02 22
10052 Berlin

Tel.: 0800 2550444 (kostenfrei aus deutschen Telefonnetzen)
Fax: 030 20458931
Internet: www.pkv-ombudsmann.de