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Riskante Vertragsklausel – abstrakte Verweisung

11.06.2018
Statistisch gesehen wird derzeit jeder vierte Arbeitnehmer vor dem Erreichen des Rentenalters berufsunfähig. Laut Angaben der Rentenversicherungsträger scheidet die Mehrheit durch Krankheiten aus dem Berufsleben aus. Größter Risikofaktor mittlerweile: Psychische Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen – bei Männern als auch bei Frauen.

Wichtig ist, dass sich junge Berufstätige rechtzeitig um einen Vertrag kümmern. Für sie ist ein guter Schutz noch zu relativ moderaten Preisen erhältlich. Da sie meist keine längere Krankengeschichte haben, bleiben sie von Risikozuschlägen oder Ausschlüssen für bestimmte Krankheiten verschont.

Grundsätzlich sollten Sie sich eingehend informieren und fachlichen Rat einholen, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben. Das gilt für die Auswahl einer leistungsstarken Berufsunfähigkeitsversicherung wie auch beim wahrheitsgemäßen Ausfüllen der Anträge und Fragenkataloge. „Ganz entscheidend sind bei diesem Versicherungsschutz die Bedingungen, denn die Auszahlung der Rente im Ernstfall ist meist an viele Vorgaben gekoppelt“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten.

Gefährliche BU-Falle – die abstrakte Verweisung

Unbedingt im Vertrag stehen muss der Verzicht auf die sogenannte abstrakte Verweisung. „Ohne diesen Verzicht von Seiten des Versicherers bekommt man die Berufsunfähigkeitsrente erst, wenn man neben dem eigenen Beruf auch keine vergleichbare Tätigkeit mehr ausüben kann“, sagt Boss.

Das Fatale hier für Sie als Versicherungsnehmer: Ob Sie dann tatsächlich einen Job in dem Verweisungsberuf finden, wäre dabei unerheblich. Für die Versicherungsgesellschaft zählt lediglich, dass Sie mit Ihrer Erfahrung diesen anderen Job durchführen könnten! Und dank dieses rein theoretischen Arguments kann Ihnen der Versicherer die Zahlung einer BU-Rente verweigern. Allein die abstrakte Möglichkeit genügt. Damit liegt das Risiko, arbeitslos zu werden, allein bei Ihnen, denn wer will schon einen Kranken beschäftigen.

Die Gerichte stellen den Versicherern allerdings auch trotz dieser erlaubten Klausel keinen vollen Freifahrtschein aus. So darf von einem Betroffenen zum Beispiel kein Wohnortwechsel oder ein zu weit entfernter Arbeitsplatz verlangt werden (Oberlandesgericht Nürnberg, Urteil v. 26.02.2015, Az. 8 U 266/13).

Einige Versicherer haben solche Klauseln noch immer in ihren Verträgen, sogar zum Teil gerade bei aktuellen Einsteiger-, Basis- oder Billig-Tarifen.

Unterschreiben Sie nie einen Vertrag, in dem die abstrakte Verweisung nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist.

Nur dann zahlt Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung in jedem Fall bei mindestens 50-prozentiger Berufsunfähigkeit. Denn was nützt Ihnen ein günstiger BU-Vertrag, der im Ernstfall nicht leistet!

Welcher der möglichen Versicherer preislich für Sie der richtige ist, hängt dann auch von Ihrem Beruf ab.

(cc: Fritz Himmel, Biallo)

 

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